DOGGY-BOOT-CAMP auf Vashon Island, Seattle /USA


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(Sonja & Peppermint Paddy genannt Pepper 09/2016 cJP)😍


Kennengelernt hatte ich die beiden noch in Deutschland im Juni 2016.

Sonja bat mich um einen Termin, um zu sehen, inwieweit ich die Beziehung der beiden unterstützen könnte und sie dann auch zu optimieren.

Wir starteten erst einmal zu Hause und dehnten dann unsere Treffen im Wald aus.

Pepper hatte die Rolle des Sheriffs übernommen: sie ging vor Sonja die Wege entlang ohne zu schnüffeln oder sich zu löse,n sondern hatte permanent die Umgebung im Blick. Das galt es zu unterbrechen. 

Sie sollten lernen nebeneinander zu laufen und nicht an der Leine zu ziehen. 

Außerdem war Pepper kleineren Hunden gegenüber nicht positiv eingestellt, sondern versucht sie auch bei jeder Gelegenheit zu mobben.

Dies konnten wir in Deutschland ganz gut lösen und Sonja hat das super konsequent um gesetzt. Pepper hat auch schön mitgearbeitet. 

Im Juli trafen wir uns noch einmal, um uns zu verabschieden, da Sonja mit Pepper ausgewandert ist. Sie lebt nun auf einer wunderschönen Insel vor Seattle USA. Für die Reise gab ich ihr ein paar Tipps und homöopathische Mittel für Pepper mit. Wir wollten auf jeden Fall über Internet in Kontakt bleiben.

Ihre Vermieter haben auch 2 Golden Retriever-Mädchen und Pepper wollte die Damen bei jeder Gelegenheit mobben. 

Nach einigen Texten, Bildern und Videos mit Ratschlägen etc. wo wir die Situation versuchten zu verbessern, fragte mich Sonja dann auf einmal, ob ich sie und Pepper nicht für eine Woche ‚Doggy-Boot-Camp‘ auf der Insel besuchen wollte…

Nach kurzer Überlegung, und ein paar Absprachen mit meiner Family alles hier zu organisieren, sagte ich kurzerhand zu und flog am 02. September zu Sonja. Was für eine Aufregung!

Ich kam abends an und gleich am nächsten Morgen trainierten wir mit der jüngeren Hündin des Vermieters. Nach zwei Maßregelungen mit der Wasserflasche benahm sich Pepper für dieses Treffen anständig. Ich hab mich also  gleich mal beliebt gemacht. 

Um dann den Sheriff-Job von Pepper umzulenken, starteten wir das Leckerli-Wurf-Spiel. Das war der Beginn um ihr Interesse zu wecken. Dies gelang, und so starteten wir die nächste Herausforderung: „Fährten suchen“. Das hat ihr sehr gut gefallen und wurde in Haus und Garten ihre liebste Abwechslung, wenn man mal vom Sheriffposten herunter kam ;)

Obwohl ich Pepper doch ein paar Mal mit der Wasserflasche maßregeln musste, wurde unsere Beziehung immer besser, ohne dass es der Beziehung zu Sonja schadete. 

Nach einigen Übungen, dass man mit ihr dann auch ruhig auf einer Terrasse essen gehen konnte und sie sich schnell zur Ruhe bewegen ließ, wenn ein Hund vorbei kam (ohne zu maßregeln), bemerkte man schon eine deutliche Verbesserung im Verhalten. Auch das bellen im Auto beruhigte sich, sowie das hektische Inspizieren der Umgebung.

Pepper wurde immer ausgeglichener und ihr gefiel der Fährten-such-Job sehr gut.

Leider war ihr nicht beizukommen, wenn sie unbedingt hüten wollte (vor allem andere Hunde, egal welchen Geschlechts). Sie war nicht an üblichen Hundekontakten interessiert sondern nur am hüten und somit auch mit kleineren Mobbing-Aktionen den anderen Hunden gegenüber. Nur in Deutschland hat sie meinen Buddy respektiert, allerdings ihren Freund Boomer ebenfalls gesagt, wo es lang geht. 

Alles in Allem war es eine außergewöhliche und sehr positive Erfahrung und ich habe dort sehr nette Menschen und einen wunderbaren Flecken Erde kennen gelernt. ICH KOMME WIEDER!

Sonja ist eine liebe Freundin geworden.


Nachtrag: Leider erlag Pepper am 30. September einem schnellwachsenden Hirntumor und ist über die Regenbogenbrücke gegangen …  Sie fehlt !  R.I.P. Pepper!!!


j.pacher@spiritofnature.info © Jeanette Pacher 2016